Landtagswahlkampf, Teil Eins. Ein paar lose Eindrücke.

Valentinstagsaktion mit der Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Kandidatin zur Landtagswahl in Neckargemünd am Bahnhof

Valentinstagsaktion mit der Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Kandidatin zur Landtagswahl in Neckargemünd am Bahnhof

In den letzten Wochen bin ich leider nicht viel zum Bloggen gekommen. Die Demokratiebewegung in der arabischen Welt, die Bundeswehrreform, die Plagiatsaffäre um zu Guttenberg, das Afghanistanmandat etc. und vor allem der Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg halten mich gerade schwer in Atem und lassen mich von früh morgens bis spät abends schuften. In den letzten sitzungsfreien Wochen war ich sehr viel unterwegs. In meinem Wahlkreis (der aus zwei Landtagswahlkreisen besteht) um unsere beiden Kandidaten Manne Lucha (WK Ravensburg) und Bernd Zander (WK Wangen) zu unterstützen. Aber ich habe auch viel im ganzen Land für unsere grünen Ideen für ein neues Baden-Württemberg geworben. Über letzteres möchte ich heute kurz und mit einigen Beispielen berichten.

Ich habe viele soziale Einrichtungen, Unternehmen und Initiativen im ganzen Land kennengelernt und abends meistens noch eine Veranstaltung mit Vortrag und Diskussion gehabt. Die Themenpalette war breit und sehr bunt – liegt sicherlich auch daran, dass die außenpolitischen Fragen im Landtagswahlkampf vielleicht ein klein bisschen weniger relevant sind als im Bundestagswahlkampf. Trotzdem wurde ich auch gebeten zu Afghanistan zu sprechen (z.B. in Waiblingen oder Blaustein bei Ulm oder diese Woche in Tübingen). Ich war sehr überrascht, wie viele, gerade auch junge, Menschen mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen (von Soldaten bis zur Friedensbewegung) zu den Veranstaltungen kamen  und habe sehr viele interessante Gedanken mitnehmen können.

Aber auch zu den Fragen „Bedingungsloses Grundeinkommen“ (in Lörrach), Situation von Menschen mit Behinderung und an einer Fachschule für Sozialwesen (im Kreis Waldshut), der Umgang mit Drogensüchtigen (Kontaktstelle in Schwäbisch Gmünd), die Fragen der Städtebauförderung und der Kürzung beim Programm „Soziale Stadt“ (Pforzheim) gab es viele sehr anregende Debatten um die Gegebenheiten vor Ort und die grünen Positionen. Mir ist es wichtig unsere grünen Ideen und Konzepte mit den Menschen zu diskutieren. Die Anregung, die Ideen, aber auch die Kritik der Menschen, die ExpertInnen oder von politischen Entscheidungen betroffen sind möchte ich „im Rucksack“ mit nach Berlin und auch auf die grüne Landesebene mitnehmen und einbringen.

Insgesamt fällt mir auf, dass die Veranstaltungen in den meisten Fällen sehr gut besucht sind und das nicht nur mit den grünen SympathisantInnen. Unheimlich viele Menschen, die kommen und sagen: Die Politik dieser schwarz-gelben Landesregierung wollen wir nicht mehr. Sie beschäftigt dabei die Frage: Was wollt ihr Grünen? Werdet ihr das anders, besser machen?

Im Gespräch mit den Milchbauern im Wahlkreis mit Bernd Zander und Friedrich Ostendorff, grüner MdB und Landwirt

Im Gespräch mit den Milchbauern im Wahlkreis mit Bernd Zander und Friedrich Ostendorff, grüner MdB und Landwirt

Und ich freue mich, wenn ich voller Überzeugung JA sagen kann. Denn wir liefern mit unserem Programm zur Landtagswahl nicht nur nachhaltige und zukunftsfähige Antworten, sondern wir bieten auch einen anderen Politikstil an. Wir wollen die Bürger und Bürgerinnen in Baden-Württemberg wieder mitsprechen lassen und begegnen kritischen Stimmen nicht mit der Arroganz der Macht.

In den nächsten Tagen folgt ein Teil 2, dann versuche ich am Thema Jugend einmal deutlicher zu machen, was ich so für Gedanken und Eindrücke mitnehme.

Geschrieben am 28. Februar 2011 um 21:45 Uhr
Kategorie: Landtagswahlkampf
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